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Regeln des Angelns

Angelregeln gültig in den Revieren des Tschechischen Anglerverbandes  (ČRS), eingetragener Verband, Südböhmischer Gebietsverband – 2016 – 2017

Angelregeln in allen Revieren in der Tschechischen Republik werden durch das Gesetz über Fischerei  Nr. 99/2004 und die Verordnung Nr. 197/2004 geregelt. Die Angelregeln sind deshalb in der ganzen Tschechischen Republik  verbindlich, aber sie können von den Nutzern weiter geändert oder verschärft werden. Für Angeln in der Tschechischen Republik ist es nötig, die staatliche Lizenz und die Angelkarte für das zuständige Revier zu kaufen. Das Angeln ohne diese staatliche Lizenz oder Angelkarte  wird für eine Straftat gehalten. Bitte, lesen Sie die folgende Zusammenfassung der Angelregeln und widmen Sie auch der mit der Angelkarte erhaltenen Beschreibung des Reviers, in dem Sie  angeln werden, Aufmerksamkeit. Achten Sie auch auf andere Regeln, vor allem die Regeln des bestimmten Reviers, wo die Regeln gelten. Die Angelreviere bestehen aus Forellen und Fried- und Raubfischrevieren; die Angelregeln sind in diesen Revieren unterschiedlich. Die Angelregen dienen vor allem zum Schutz der Fische.

ČRS, eingetragener Verband, Südböhmischer Gebietsverband bietet die Angelkaten für Nichtmitglieder mit der Gültigkeit von einem Tag, drei, 10, 17 Tagen, einem halben Jahr (nur für die Fried- und Raubfischreviere) und einem Jahr,  die in allen Fried- und Raubfischrevieren oder in allen Forellenrevieren gültig sind. Es ist auch möglich die Angelkarte zu kaufen, die nur für ein Revier oder alle Reviere des ČRS gültig ist.

Beim Angeln ist der Angler verpflichtet und auf Anfordern der Angelaufsicht zu zeigen: gültigen Personalausweis/ Reisepass, staatliche Lizenz, Angelkarte, Befreiungshaken und Messgerät für die Feststellung der Länge der Fische bei sich zu haben.

Vor dem Angeln ist der Angler verpflichtet, das Datum des Angelns und die Nummer des Revieres, wo er angeln wird, in der Übersicht der Fänge (ist Bestandteil der Angelkarte) zu notieren.

Man kann nur mit der Angelrute oder in die Senke mit der max. Fläche von 1 m2 angeln. Die Rute besteht  aus Angelrute, Angelleine und Haken oder anderem Köder mit Haken. Es ist verboten andere Methoden zu nutzen.  Falls der Angler beim Angeln keine Rute in der Hand hält, muss er bei den Ruten, mit denen er angelt, in solcher Entfernung sein, um mit ihnen, falls es nötig ist, unmittelbar manipulieren zu können.

Fang von Booten aus und Schleppangeln können nur in den Revieren durchgeführt werden, wo es explizit erlaubt wird. Es kann nur vom Boot geangelt werden (nicht von Sport-, Segel- und Raumbooten). Der Angler muss auf Ersuchen Kontrolle eines Kontrollorganes ermöglichen.

Alle Fische müssen in die Übersicht der Fänge eingetragen werden. Wenn sich der Angler entscheidet einen Edelfisch (Karpfen, Zander, Graskarpfen, Wels, Hecht, Rapfen) oder einen Lachsfisch (Bachforelle, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Äsche) zu behalten, ist er verpflichtet diese Arten, ihre Länge und ihr Gewicht sofort in die Übersicht der Fänge einzutragen. Andere Arten, die der Angler behält, werden bei der Unterbrechung oder beim Beenden des Angelns eingetragen. Die Fische, die der Angler behält, müssen getötet oder  in den Setzkescher gelegt werden, der ihnen eine freie Bewegung ermöglicht und den Fisch vor der Verletzung schützt.

Es ist verboten außerhalb der im Verzeichnis der Reviere eingetragene Angelreviere, unter Eis, in den Fischwegen, von den Brücken, in der Laichzeit auf den Laichplätzen und in den Orten zu angeln, wo sich Fische während des niedrigen oder hohen Wasserbestandes versammelt haben.

Die Angelaufsicht dient zum Schutz der Reviere und hat das Recht die Angelkarte, staatliche Lizenz und Personalausweis oder Reisepass, Fangmethoden zu kontrollieren, die der Angler verwendet und die Fische, die er behalten hat. Die Aufsicht muss sich sichtbar mit dem Ausweis und auch mit dem Dienstabzeichen ausweisen. Im Falle der Feststellung eines Verstoßes hat sie die Kompetenz  die Angelkarte, eventuelle auch Angelgeräte abzunehmen und im Falle eines ernsten Verstoßes oder Festlegung der Identität den Einzelnen der Polizei der Tschechischen Republik zu übergeben.

Tageszeiten des Fischfangs – es kann nur in der angeführten Tageszeit geangelt werden (die Zeitangaben sind in MEZ, in der Sommerzeit ist eine Stunde zuzurechnen)

Monat Forellenreviere Fried- und Raubfischreviere Monat Forellenreviere Fried- und Raubfischreviere
Januar, Februar ——- 7-18 August 6-22 4-24
März ——- 5-21 September, 7-20 6-22
April 6-20 6-22 Oktober 7-19 6-22
Mai 6-21 4-24 November – Dezember 7-17 7-18
Juni, Juli 5-22 4-24

Mindestlänge der Fische – der Angler kann nur die Fische behalten, die die Mindestlänge erreicht haben (* gilt nur für Fried- und Raubfischreviere)

Rapfen (Aspius aspius)* 40 cm Huchen (Hucho hucho) 65 cm
Zander (Stizostedion lulcioperca)* 45 cm Äsche (Thymallus thymallus) 40 cm
Nase (Chrondrostoma nasus) 30 cm Regenbogenforelle  (Oncorhynchus mykiss) 25 cm
Aland (Leuciscus idus) 25 cm Bachforelle (Salmo trutta m. fario)-

–          Im Revier Vltava (Moldau) Nr. 26, 27, 28

–          Im Revier Vltava (Moldau) Nr. 29

25 cm

45cm

30 cm

Graskarpfen (Ctenopharyngodon idella) 50 cm Bachsaibling (Salvenilus fontinalis) 25 cm
Karpfen (Cyprinus carpio) 40 cm Wels (Silurus glanis)* 90 cm
Schleie (Tinca tinca) 20 cm Hecht (Esox Lucius)* 50 cm
Russnase (Vimba vimba) 25 cm Aal (Anguilla anguilla)* 45 cm
Stör (Acipenser ruthenus) 30 cm Quappe (Lota lota) 30 cm
Barsch (perca fluviatilis)* 15 cm

Schonzeit der Fische – einzelne Fische werden in der folgenden Zeit geschont. Falls der Angler einen geschonten Fisch geangelt hat, muss er den Fisch sofort vorsichtig zurück ins Wasser geben. (* gültig nur für Fried- und Raubfischreviere)

Nase, Zährte, Döbel, Aland 16.3.- 15.6. Rapfen*, Hecht*, Zander 1.1.-15.6. Bachforelle         1.1.-15.4.

Bachsaibling               1.9.-31.12.

Barsch 1.1.-15.6. Wels* 1.1.-15.6.

1.11.-31.12.

Äsche                       01.1.-15.6.

01.12.-31.12.

Barbe, Lachs, Neunauge, Muschel, Amphibien, Krebse – sind das ganze Jahre geschont Huchen                       1.1.-30.9.

Regeln des Angelns  in den Fried- und Raubfischrevieren

Beim Posenangeln und Legeangeln können nur zwei Ruten mit max. zwei einfachen Haken oder mit einem doppelten oder dreifachen Haken benutzt werden. Es können tierische oder pflanzliche Köder benutzt werden.

Fang mit Köderfischen wird vom 16.06. bis zum 31.12. erlaubt. Es ist verboten die Fische, die nicht Mindestlänge erreichen und Lachsfische und geschützte Arten als Köderfische zu benutzen.

Beim Fliegenfischen ist es möglich nur mit einer Rute mit max. drei auf dem einfachen Haken gebundenen Fliegen zu angeln. Falls der doppelte oder dreifache Haken benutzt wird, kann nur eine Fliege verwendet werden. Der Angler muss die Rute in der Hand halten.

Spinnangeln und Schleppangeln sind vom 16.06. bis zum 31.12. erlaubt. Beim Spinnangeln und Schleppangeln ist es möglich nur eine Rute und einen Köder mit max. 3 Haken zu benutzen (einfacher, doppelter und dreifacher Haken). Beim Spinnangeln muss der Angler die Rute in der Hand halten.

Fang in die Senke ist vom 16.06. bis zum 31.12. erlaubt. Es kann nur die Senke von der Fläche von max. 1m2 verwendet werden.  Es ist erlaubt nur für den Fang eines lebenden Köders. Beim Angeln mit der Senke darf der Angler nicht zugleich mit der Rute angeln.

Erlaubte Menge der gefangenen Fische – in einem Fried- und Raubfischrevier darf der Angler an einem Tag maximal 7 kg Fische aller Arten behalten. Davon können nur max. 2 Stück der Edelfische (Karpfen, Zander, Graskarpfen, Wels, Hecht, Rapfen) und drei Stück Lachsfische (Bachforelle, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Huchen, Äsche) sein. Wenn der Angler einen Fisch, der schwerer als 7 kg ist, geangelt hat, darf er ihn behalten. Damit endet aber das Angeln an diesem Tag.

Regeln des Angelns in den Forellenrevieren

Das Angeln wird vom 16.04. bis zum 30.11. erlaubt. Das Angeln mit irgendwelchem tierischen Köder inkl. Insekt und Köderfische ist verboten. Das Angeln in die Senke ist verboten.

Beim Fliegenfischen ist es möglich nur mit einer Rute mit max.3 auf dem einfachen Haken ohne Widerhaken gebundenen Fliegen zu angeln. Der Angler muss die Rute in der Hand halten.

Spinnangeln und Schleppangeln sind vom 16.04. bis zum 31.12. erlaubt. Beim Spinnangeln und Schleppangeln ist es möglich nur eine Rute und einen künstlichen Köder mit max.2 Haken ohne Widerhaken zu benutzen (einfacher, doppelter und dreifacher Haken). Beim Spinnangeln muss der Angler die Rute in der Hand halten.

Beim Posenangeln und Legeangeln können nur zwei Ruten mit max. zwei einfachen Haken ohne Widerhaken benutzt werden. Es können tierische oder pflanzliche Köder benutzt werden.

Lachsfische (Forelle, Regenbogenforelle, Bachsaibling, Äsche) können nur an drei Tagen in einer Kalenderwoche behalten werden. Wenn der Angler eine 10tägige Angelkarte kauft, gilt diese Regel währen der Gültigkeit  dieser Angelkarte. An anderen Tagen müssen alle Lachsfische freigelassen werden.

Im Forellenrevier kann der Angler an einem Tag max. 7 kg Fische inkl. zwei Karpfen und drei Lachsfische behalten. Die Raubfische (Zander, Wels, Hecht, Barsch und Rapfen) dürfen nicht zurück ins Revier freigelassen werden, und der Angler muss sie behalten. Wenn der Angler einen Fisch, der schwerer als 7 kg ist, geangelt hat, darf er ihn behalten. Wenn der Angler auch den dritten Lachsfisch behält, endet das Angeln. An einem Tag darf der Angler nur einen Lachsfisch, der länger als 45 cm ist, behalten.